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Wasserbasierte Metallic- und Perleffekt-Basislacke reagieren deutlich sensibler auf Änderungen bei Luftdruck, Materialmenge, Abstand und Kabinenströmung als klassische Uni-Farbtöne. Wer in einem deutschen Reparaturlackierbetrieb reproduzierbare Farbtöne erzielen will, muss deshalb nicht nur die Mischformel beherrschen, sondern vor allem die Pigmentorientierung kontrollieren. Ein Hvlp spray gun Professional Automotive Tools sollte vor jeder Effektfarbe mit einem Testbild geprüft werden, damit Spritzfächer, Zerstäubung und Materialverteilung wirklich symmetrisch sind.
Der Füller muss gleichmäßig geschliffen und vollständig entstaubt sein. Unterschiedliche Schleifbilder oder Durchschliffstellen verändern die Saugfähigkeit und können sich später als Tonwertunterschied zeigen. Den Basislack nach Herstellerangabe mischen, filtrieren und auf die empfohlene Verarbeitungstemperatur bringen. Vor dem Lackieren die Mischbankformel kontrollieren und bei kritischen Farbtönen eine Spritzkarte anlegen.
Den Eingangsdruck bei voll gezogener Pistole messen. Je nach Pistolenmodell und Lacksystem liegt der Arbeitsbereich häufig um 1,8 bis 2,0 bar; verbindlich ist jedoch immer die Herstellerangabe. Das Spritzbild nahezu voll öffnen und die Materialmenge so justieren, dass ein gleichmäßig gefülltes Oval entsteht. Bei einem air spray gun ist eine zu hohe Luftmenge besonders problematisch, weil feine Metallicpartikel zu trocken auftreffen und sich ungleich orientieren können.
Auf großen Flächen wie Türen oder Seitenwänden mit etwa 15–20 cm Abstand arbeiten und die Pistole exakt parallel führen. Ein Überdeckungsgrad von ungefähr 70–80 % ist für viele Wasserbasis-Systeme ein guter Ausgangspunkt. Nicht am Handgelenk schwenken, sondern Schulter und Unterarm entlang der Fläche bewegen. So bleibt der Abstand auch über Sicken und Übergänge stabil.
Ersten Gang mittel nass und gleichmäßig applizieren.
Zwischen den Gängen vollständige Mattierung beziehungsweise ausreichende Ablüftung abwarten.
Zweiten Gang zur Deckung und Tonwertstabilisierung nutzen.
Beleuchtung seitlich zur Fläche verwenden, um Wolken sofort zu erkennen.
Bei Metallic- und Perleffektfarben entscheidet der letzte Kontrollgang über die optische Homogenität. Dafür die Materialmenge leicht reduzieren oder die Distanz etwas vergrößern, sofern das technische Merkblatt dies zulässt. Die Bewegung muss ruhig und über die gesamte Fläche gleichmäßig bleiben. Lokales „Nachnebeln“ einzelner dunkler Stellen ist riskant, weil dadurch neue Wolken entstehen können. Besser ist ein vollständiger, kontrollierter Effektgang über die gesamte Reparaturzone.
Vor dem Klarlack muss die Fläche gleichmäßig matt sein. Nasse Inseln oder Glanzstellen zeigen an, dass noch Wasser oder Lösemittel im Film steht. Der nächste entscheidende Arbeitsschritt ist die Fehlerdiagnose bei Orangenhaut und trockenem Spritznebel, denn ein korrekt applizierter Basislack kann durch ein falsch abgestimmtes Klarlack-Setup wieder an Oberflächenqualität verlieren.
Beim Beilackieren den Basislack nicht bis an die Abklebkante ziehen. Die Farbzone stufenweise auslaufen lassen und den Kontrollgang weich in den angrenzenden Bereich führen. Danach aus mehreren Betrachtungswinkeln prüfen, ob Helligkeit, Flop und Metallicverteilung mit dem Originalbereich übereinstimmen. Erst wenn das Bild stabil ist, sollte der Klarlack folgen.
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